Staatssekretär gegen Bundeswehr in Nahost
Verteidigungs- Staatsekretär Schmidt wies indes darauf hin, dass die Bundesregierung bisher stets erklärt habe, dass eine Entscheidung über ein mögliches deutsches Engagement im Nahen Osten erst getroffen werde, wenn Klarheit über die Aufgaben einer internationalen UN-Schutztruppe besteht. «Unsere Staatsräson ist das Existenzrecht Israels», sagte Schmidt. «Und ich finde es beeindruckend, welchen Vertrauensbeweis Ministerpräsident Olmert uns da ausgesprochen hat. Aber ich glaube nicht, dass wir in der Lage sind ein robustes Mandat stemmen zu können. Das gilt politisch und was die Fähigkeiten der Bundeswehr angeht.»
SPD- Fraktionsvize Walter Kolbow bekräftigte im Deutschlandradio Kultur die Haltung der Bundesregierung, «dass wir einer solchen Beteiligung nicht ablehnend gegenüberstehen, sondern zurückhaltend».
Linksfraktionschef Oskar Lafontaine argumentierte, gerade wegen Olmerts Wunsch nach deutscher Beteiligung, gelte Deutschland in der arabischen Welt als parteiisch und könne deshalb nicht zwischen Israel und dem Libanon vermitteln. FDP-Parteichef Guido Westerwelle schrieb in «Bild», für ihn seien bewaffnete deutsche Soldaten im Nahen Osten grundsätzlich kein Thema. FDP-Fraktionsgeschäftsführer Jörg van Essen warnte: «Wir möchten nicht, dass Deutschland in die Gefahr gerät, Kriegspartei im Nahen Osten zu werden.» (nz)
