25.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Raucher in der Schule
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Immer weniger junge Menschen sind Zigarettenkonsumenten. Lediglich ein Viertel der Zwölf- bis 19-Jährigen raucht noch ständig oder manchmal. Experten glauben, die Gründe dafür zu kennen.
Rauchen wird bei Jugendlichen immer unbeliebter: Nur noch 26 Prozent aller Zwölf- bis 19-Jährigen greifen ständig oder gelegentlich zur Zigarette. Dies geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervor, die am Dienstag in Köln veröffentlicht wurde.
Dies sei die niedrigste Quote seit Beginn der Langzeitstudie im Jahr 1979. Rund 45 Prozent der Befragten gaben an, niemals geraucht zu haben. Drei Prozent sind «Exraucher» und 26 Prozent räumten ein, schon ab und zu geraucht zu haben.
Der Studie zufolge stieg die Zahl der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, im Vergleich zu 2001 um neun Prozentpunkte. Besonders bei den jüngeren Befragten zwischen zwölf und 15 Jahren steigt die Zahl der «Nieraucher»: In dieser Gruppe gaben fast zwei Drittel an, noch nie geraucht zu haben.
Der Rückgang der Raucherzahlen sei bei Jungen und Mädchen gleich stark. Laut Studie rauchen mehr Mädchen als Jungen, der Unterschied ist aber sehr gering.
«Günstiges Klima für Nichtraucher»«Rauchen ist nicht mehr in», ordnete BZgA-Sprecherin Marita Voelker-Albert die Ergebnisse der Studie ein. Der Trend zum Nichtrauchen sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Einerseits hätten Gesetzesmaßnahmen wie Tabaksteuer und Rauchverbot an Schulen sicherlich starken Einfluss.
«Gerade bei den jungen Menschen ist die Erhöhung der Tabaksteuer ein Grund aufzuhören, beziehungsweise gar nicht anzufangen», sagte Voelker-Albert. Aber auch die «rauchfrei»-Jugendkampagne mit Klassenwettbewerben, Fernsehwerbung und breit gefächerten Informationsangeboten schaffe ein «günstiges Klima für Nichtraucher», sagte die Sprecherin der Bundeszentrale.
Krebshilfe unterstützt BundesregierungUnterdessen forderte die Deutsche Krebshilfe ein Rauchverbot auch in Gaststätten. Grundsätzliche unterstütze sie die Pläne der Bundesregierung, ein gesetzliches Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden durchzusetzen, sagte Präsidentin Dagmar Schipanski in Bonn. Sie betonte aber: «Das Rauchverbot darf sich nicht nur auf öffentliche Einrichtungen beschränken, sondern ist in der Gastronomie ebenso wichtig.»
Die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesgesundheitsministerium und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband sei eine Mogelpackung und müsse durch ein Gesetz für eine rauchfreie Gastronomie ersetzt werden. (nz)