netzeitung.deBund will Null Promille für Fahranfänger

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Bierausschank in Deutschland (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bierausschank in Deutschland
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bund und Länder reagieren auf die erhöhte Gefahr, die Alkohol für Fahranfänger darstellt. Neulinge sollen künftig nur noch absolut nüchtern an Steuer dürfen.

Nicht mal ein Schluck Hustensaft soll am Steuer mehr erlaubt sein - Die Bundesregierung plant ein absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger. Immerhin enthalten Flüssig-Präparate gegen Bronchialinfekte auch Alkohol-Anteile. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle noch in diesem Jahr dem Bundeskabinett zum Beschluss vorgelegt werden, berichtet die «Mitteldeutsche Zeitung» unter Berufung auf eine Ministeriumssprecherin. Dann muss nur noch der Bundestag zustimmen.

Als Spartrinker mit einem Bier von der Disko noch nach Hause fahren, soll dann für 18- bis 24-Jährige nicht mehr möglich sein. Für alle anderen Fahrer bleibt eine Spanne von 0,3 bis 0,5 Promille Alkoholgehalt im Blut straffrei, sofern keine Fahrunsicherheiten erkennbar sind.

Das Ministerium greift mit seiner Gesetzentwurf eine Länder-Initiative auf: Der Bundesrat hatte schon vor Monaten angeregt, die Regierung möge ein solches Verbot erlassen und in den Bußgeldkatalog schreiben. Der Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre (CDU), bekundete, dass alle Länder-Verkehrsminister das Verbot mittrügen. «Das Alkoholverbot für Fahranfänger kommt», gab sich Daehre überzeugt.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hatte schon am Montag von das Alkoholverbot für Fahranfänger angekündigt. Den Ländern gibt die Statistik Recht: Mehr als ein Drittel der bei Unfällen mit Verkehrstoten und Verletzten unter Alkoholeinfluss beteiligten Fahrer sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. (nz)