13.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
George W. Bush mit Ehefrau Laura
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
US-Präsident Bush hat Kanzlerin Merkel bei seinem Besuch in Stralsund mit herzlichen Worten gewürdigt. Die Proteste gegen seinen Besuch werden vermutlich kleiner ausfallen als erwartet.
US-Präsident George W. Bush hat bei seinem Deutschland-Besuch die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Staaten hervorgehoben. «Wir können viel erreichen, wenn Amerika und Deutschland Seite an Seite stehen», rief der Präsident den rund 1000 ausgewählten Gästen auf dem Alten Markt in Stralsund am Donnerstag zu. Bundesrepublik und USA könnten dank gemeinsamer Werte und Interessen zusammen den Frieden bewahren und voranbringen, sagte er. Es sei eine «große Ehre», die Deutschen Freunde nennen zu können.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Bush nach Mecklenburg-Vorpommern eingeladen. Der US-Präsident lobte sie als «gute Freundin» mit kühnen Visionen und einem «Herz voller Demut». Sie sei aber auch bereit, «harte Entscheidungen zu treffen». Er achte ihr Urteilsvermögen und lege Wert auf ihre Meinung, betonte Bush. Er trug sich ins Goldene Buch der Stadt Stralsund ein.
Dank für WiedervereinigungMerkel dankte Bush im Gegenzug für die Hilfe der USA bei der Wiedervereinigung. «Wir wissen dass wir den Vereinigten Staaten viel zu verdanken haben, dass wir in Frieden und Freiheit gemeinsam heute in einem Land leben könne», sagte sie in Stralsund. Zuvor hatte sie Bush unter dem Beifall der geladenen Gäste mit den Worten begrüßt: «Herzlich willkommen, lieber George Bush.»
Die Deutsche Friedensgesellschaft teilte unterdessen mit, sie gehe von kleineren Protesten gegen den Bush-Besuch aus bislang als erwartet: «Wir rechnen nicht wirklich mit den angemeldeten 5000 Demonstranten», sagte ein Sprecher am Donnerstag. Entgegen den Planungen werde es statt zwei Demonstrationszügen nur einen geben. (nz)