Über 3200 Bürger haben sich inzwischen mit telefonischen Anfragen an die vor knapp einer Woche eingerichtete Betreuungs- und Informationszentrale der Polizei gewandt oder wurden von mobilen Teams über Einschränkungen aufgeklärt, wie Polizeisprecher Axel Falkenberg mitteilte. Die Themenpalette sei dabei breit: «Darf ich während des Bush-Aufenthalts in Stralsund eigenen Besuch empfangen?»Warum muss ich als Anwohner mein Auto aus der Hochsicherheitszone am Alten Markt auf einen Parkplatz am Stadtrand schaffen? Bekomme ich Verdienstausfall bezahlt?» Ein Stralsunder wollte wissen, ob er am Besuchstag mit seiner Jagdflinte durch die Stadt fahren kann. Das Anliegen habe allerdings wenig Erfolgsaussichten, positiv beschieden zu werden, sagte Falkenberg.
Nach Darstellung des Polizeisprechers zeigen die Bürger «überwiegend Verständnis für die Einschränkungen». Im Gegensatz zum zurückliegenden Bush-Besuch 2005 im Mainz, «wird es keine hermetische Abriegelungen geben, wie teilweise in Medien berichte wird», versicherte er. Der Durchlass für Anwohner und sonstige Berechtigte Personen bleibe gewährleistet.
Für angemeldete Journalisten sei es nicht möglich, mit eigenen Fahrzeugen die Besuchsstationen von Bush aufzusuchen. Die Medienvertreter werden nach entsprechendem Sicherheitscheck im Stralsunder Pressezentrum mit Fahrzeugen des Bundespresseamtes zu den jeweiligen Stätten gebracht. Bei einer gegenwärtigen Akkreditierungsquote von etwa 1000 Journalisten und teilweise engem Raum bei den Besuchsstationen, sei jetzt schon sicher, dass nicht alle Teilnahmewünsche erfüllt werden können. (nz)