Erler verteidigt Visaverbot für Straßenfußballer
28.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Teams aus Ghana und Nigeria hätten keine Einreiseerlaubnis erhalten, da es Anzeichen dafür gegeben habe, dass die Spieler nicht wieder in ihre Heimat zurückkehren wollten, sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, am Mittwoch im Bundestag bei einer Fragestunde.
Die Veranstalter seien bereits im Januar darauf hingewiesen worden, dass Visa nicht automatisch ausgegeben würden, sagte Erler. Die Bundesregierung bedauere die Entscheidung und habe Verständnis für die Enttäuschung der Straßenfußballer. Mit den Betroffenen seien in den Botschaften zum Teil persönliche Gespräche geführt worden.
Ähnlich äußerte sich auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin: «Wir haben immer gesagt, dass die gültigen Visa-Bestimmungen nicht außer Kraft gesetzt werden können.»
Die erste Straßenfußball- Weltmeisterschaft findet vom 2. bis 8. Juli in Berlin statt. Das Turnier ist Bestandteil des WM-Kulturprogramms. Ursprünglich sollten 24 Mannschaften teilnehmen, jetzt sind es nur 22. Bis zu 2200 Zuschauer können nach Veranstalterangaben im Bolzplatz-Stadion am Mariannenplatz im Berliner Stadtteil Kreuzberg zusehen. (nz)

