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Erler verteidigt Visaverbot für Straßenfußballer

28. Jun 2006 16:54
Gernot Erler verteidigt die Visa-Verweigerung
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Wenn Anfang Juli internationale Teams in Berlin miteinander Fußball spielen, werden Ghana und Nigeria nicht vertreten sein. Sie hätten die Voraussetzungen für Visa nicht erfüllt, sagt die Bundesregierung.

Die Tatsache, dass zu einem internationalen Wettbewerb im Straßenfußball in Berlin einigen ausländischen Hobby-Sportlern Visa verweigert wurden, ist für die Bundesregierung ein notwendiger Schritt.

Teams aus Ghana und Nigeria hätten keine Einreiseerlaubnis erhalten, da es Anzeichen dafür gegeben habe, dass die Spieler nicht wieder in ihre Heimat zurückkehren wollten, sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, am Mittwoch im Bundestag bei einer Fragestunde.

Regierung bedauert Entscheidung

Einige der Team-Mitglieder hätten gesagt, sie wollten den Deutschland-Aufenthalt als Sprungbrett für eine Profifußballerkarriere nutzen, kritisierte Erler. Grünen- Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele hatte die Verweigerung der Visa-Vergabe scharf kritisiert.

Die Veranstalter seien bereits im Januar darauf hingewiesen worden, dass Visa nicht automatisch ausgegeben würden, sagte Erler. Die Bundesregierung bedauere die Entscheidung und habe Verständnis für die Enttäuschung der Straßenfußballer. Mit den Betroffenen seien in den Botschaften zum Teil persönliche Gespräche geführt worden.

Zweifel an Rückkehrbereitschaft

Klar sei, dass kein Visum erteilt werden dürfe, «wenn Zweifel an der Rückkehrbereitschaft bestehen». Auch beim Fußball dürfe da keine Ausnahme gemacht werden, betonte der SPD-Politiker.

Ähnlich äußerte sich auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin: «Wir haben immer gesagt, dass die gültigen Visa-Bestimmungen nicht außer Kraft gesetzt werden können.»

Die erste Straßenfußball- Weltmeisterschaft findet vom 2. bis 8. Juli in Berlin statt. Das Turnier ist Bestandteil des WM-Kulturprogramms. Ursprünglich sollten 24 Mannschaften teilnehmen, jetzt sind es nur 22. Bis zu 2200 Zuschauer können nach Veranstalterangaben im Bolzplatz-Stadion am Mariannenplatz im Berliner Stadtteil Kreuzberg zusehen. (nz)

 
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