25.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Peter Struck
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Neue Stänkerei in der Großen Koalition: SPD-Fraktionschef Struck wünscht sich öffentlich Gerhard Schröder als Kanzler zurück - wegen dessen Entscheidungs- Freudigkeit.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Peter Struck, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren angeblich mangelnden Entscheidungsmut kritisiert. Es wäre besser für Deutschland, wenn Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) noch regieren würde, sagte Struck der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».
Schröder «wäre mir immer der liebere Kanzler», denn er sei entscheidungsfreudig gewesen, so Struck. Merkel sei dagegen eine Regierungschefin, «die entschieden mehr auslotet». Generell habe er aber nichts an der Zusammenarbeit mit der Kanzlerin auszusetzen.
Struck sagte, Schröder habe «historische Verdienste» in der Außenpolitik und in der inneren Reformpolitik geleistet. Der Altkanzler habe das Land gegen heftige Widerstände auf einen Reformkurs umgesteuert. Ohne ihn wäre Deutschland nicht zukunftsfähig geworden.
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) forderte Struck auf, sich lieber um seine eigenen Führungsprobleme zu kümmern. «Das Mäkeln über die Kanzlerin sollte er besser einstellen, er hat genügend Probleme in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich zu klären», sagte Althaus der «Leipziger Volkszeitung». (nz)