netzeitung.deKnobloch vergleicht Irans Präsidenten mit Hitler

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Knobloch vor am Mittwoch Journalisten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Knobloch vor am Mittwoch Journalisten
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Jüdische Vertreter verlangen Ermittlungen gegen Irans Präsidenten Ahmadinedschad. Für Ratsvorsitzende Knobloch ist der Holocaust-Leugner der «zweite Hitler».

Die neu gewählte Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die Bundesregierung und die deutsche Justiz aufgefordert, schärfer gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vorzugehen. «Für mich ist dieser Mann ein zweiter Hitler», sagte Knobloch der «Bild»-Zeitung. Ahmadinedschad leugnet den Holocaust, was in Deutschland strafbar ist.

Im Zusammenhang mit der möglichen Anreise Ahmadinedschads zur Fußball-WM sagte Knobloch laut dem Blatt, die deutsche Regierung dürfe ihn nicht mit diplomatischer Immunität schützen, sondern müsse gegen ihn ermitteln und ihn bestrafen.

Hagel von Strafanzeigen
Wie am Mittwoch bekannt wurde, kommt der iranische Vizepräsident Mohammed Aliabadi zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland. Ahmadinedschads Stellvertreter will am Freitag an der offiziellen Eröffnungsfeier in München teilnehmen und am Sonntag das Auftaktspiel der iranischen Mannschaft gegen Mexiko in Nürnberg verfolgen.

Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinde Niedersachsen, Michael Fürst, kündigte juristische Konsequenzen an, sollte Ahmadinedschad die WM besuchen. «Es wird eine Vielzahl von Strafanzeigen wegen Volksverhetzung gegen den iranischen Präsidenten hageln, wenn er nach Deutschland kommen sollte», sagte Fürst der Netzeitung. «Die Staatsanwaltschaften werden dann alle Hände voll zu tun haben. Wir werden sie mit Anzeigen füttern.»

Fürst erläuterte, dass nicht nur er selbst eine Strafanzeige stellen werde. Die Anzeigen würden «aus jüdischen und nicht-jüdischen Kreisen kommen und sich gegen die Leugnung des Holocausts durch den iranischen Präsidenten richten», sagte er und fügte hinzu: «Ich gehe davon aus, dass Frau Knobloch [die neue Präsidentin des Zentralrats; d. Red.] das unterstützen wird.» (nz)