netzeitung.deCDU-Politiker wirft Beck Fahrlässigkeit vor

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Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff (Foto: CDU/CSU<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff
Foto: CDU/CSU
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Zwei Tage nach dem Angriff auf den Bundestagsabgeordneten Volker Beck hat der CDU-Fraktionsvize Schockenhoff das Verhalten des Grünen scharf kritisiert. Beck sei aus Publicity-Gründen zu der Schwulenparade nach Russland gereist.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff hat dem Grünen-Politiker Volker Beck heftige Vorwürfe wegen seiner Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration in Russland gemacht. Bei der Veranstaltung für die Rechte von Homosexuellen war Beck von Rechtsradikalen angegriffen und verletzt worden. «Man muss sich auf die politische Ordnung eines Gastlandes einstellen», sagte Schockenhoff der «Berliner Zeitung». Wer versuche, die Spielregeln eines Gastlandes demonstrativ zu unterlaufen, handele grob fahrlässig und könne sich nicht beklagen, dass ihm der notwendige Schutz nicht gewährleistet werde.

Die Teilnahme Becks an der Demonstration lasse auf den Wunsch nach Selbstdarstellung schließen. «Beck wollte eine Schlagzeile für sich», sagte Schockenhoff. Der Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD, Walter Kolbow, bezeichnete den Angriff auf Beck dagegen als «skandalösen Vorgang». Volker Beck habe mit der Teilnahme an der Demonstration ein Grundrecht wahrgenommen. «Die Behörden müssen die Grundrechte schützen.» Dies gelte auch für russische Behörden. Eine Differenzierung auf Grund der sexuellen Identität einer Person sei nicht zulässig. (nz)