Nationalpreis für Schule mit Deutschpflicht
Alle Jugendlichen an der Herbert-Hoover-Realschule müssen die Hausordnung mit der Verpflichtung zum Deutschsprechen unterschreiben. Darin heißt es: «Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Hausordnung nur in dieser Sprache zu verständigen.» Der Geltungsbereich dieser Regelung sind nicht nur die Schule und der Schulhof, sondern auch Aktivitäten wie Klassenfahrten und Wandertage.
Die Stiftung würdigte dagegen die positiven Folgen der Maßnahme. Seit im März 2005 Deutsch als Schulsprache eingeführt wurde, hätten sich die Deutschkenntnisse verbessert, die Aggression in der Schule sei gesunken und die Anmeldezahlen seien um 20 Prozent gestiegen, sagte der
Senatspräsident der Stiftung, der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU). «Schüler, Eltern und Lehrer der Herbert-Hoover-Schule haben die Identität stiftende Wirkung der gemeinsamen Sprache erkannt, nicht auf staatliche Regulierungen gewartet und den Begriff der Nation durch ihr pragmatisches Verhalten mit Leben gefüllt».
Die Deutsche Nationalstiftung wurde 1993 von einem Kreis hochrangiger Politiker, Künstler und Unternehmer um den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Einheit Deutschlands und die Identität der Deutschen in einem geeinten Europa zu fördern. Der Nationalpreis wird seit 1997 verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche in Dresden, der Liedermacher Wolf Biermann und der frühere tschechische Staatspräsident Vaclav Havel. (nz)

