Ähnlich wie die beiden Verbände äußerte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Erziehungsexperte Klaus Hurrelmann sagte dem «Kölner Stadt-Anzeiger», «die Kirchen als Bündnispartner repräsentieren nur Teile des demokratischen Wertespektrums.» Was fehle, seien Eltern, Erzieher und Lehrer. Ein beträchtlicher Teil der Deutschen gehöre nicht der christlichen oder gar keiner Religionsgemeinschaft an, so der Bielefelder Professor.Zudem besteht für den Wissenschaftler kein Nachholbedarf in der öffentlichen Debatte. Es werde schon seit Jahren intensiv über Erziehung diskutiert. Im Gegenteil könne der Vorstoß der Ministerin und der Kirchen zu Überdruss führen. «Es ist wichtig, die Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern, Schulen und Kindergärten zu stärken.» (nz)