netzeitung.deProteste gegen Rassismus in Potsdam

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Spontaner Protest in Potsdam (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Spontaner Protest in Potsdam
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zahlreiche Menschen haben sich am Montagabend in Potsdam versammelt, um gegen rechte Gewalt zu demonstrieren. Anlass war der Mordanschlag auf einen gebürtigen Äthiopier.

Nach dem Mordversuch an einem afrikanischstämmigen Mann in Potsdam hat es am Montag eine spontane Solidaritätskundgebung in der brandenburgischen Landeshauptstadt gegeben. Polizeiangaben zufolge zogen am Abend rund 400 Menschen zum Tatort, einer Straßenbahnhaltestelle in der westlichen Innenstadt. Die von dem Kommunalpolitiker Lutz Boede angemeldete Kundgebung verlief den Angaben zufolge störungsfrei.

Der Oberbürgermeister von Potsdam, Jann Jakobs, sagte in der ARD-Tagesschau, der Vorfall bedeute für die Stadt eine neue Qualität der Ausländerfeindlichkeit. «Damit müssen wir uns auseinander setzen», fügte der SPD-Politiker hinzu.

Am Sonntagmorgen hatten unbekannte Angreifer einen 37-Jährigen äthiopischer Herkunft lebensgefährlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdachts mit fremdenfeindlichen Hintergrund. (nz)