Regierung plant automatische Diätenerhöhung
Das erste Modell werde von der Union favorisiert, heißt es. Dabei handele es sich um ein Index-Modell nach dem Vorbild der Landtage in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Danach sollen die Diäten «nach Maßgabe der allgemeinen Einkommensentwicklung» steigen. Als Maßstab für die Anpassung soll nicht die Entwicklung der Reallöhne dienen, sondern ein «Steigerungsfaktor» aus den Bruttoverdiensten aus fünf Bereichen nach dem Modell Bayerns.
Die SPD-Experten wollten sich dagegen an der Besoldung für oberste Bundesrichter orientieren, schreibt das Magazin. Nach Berechnung der Bundestagsverwaltung müssten die Diäten dafür aber zuerst um fast zehn Prozent steigen, um zur entsprechenden Besoldungsgruppe (7667 Euro) aufzuschließen.
Beide Modelle hätten aus Sicht der Politiker den Vorteil, dass die Erhöhung künftig automatisch stattfände die Parlamentarier müssten sich nicht immer wieder einer öffentlichen Debatte über ihre Bezüge stellen. Nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla liegen die derzeitigen Diäten in Höhe von 7009 Euro ebenso wie die Altersbezüge von bis zu 4836 Euro «eher an der unteren Grenze». (nz)

