20. Feb 2006 12:35, ergänzt 12:49
Das Existenzrecht Israels könnte im neuen CDU-Grundsatzprogramm enthalten sein. Zumindest müsse man darüber nachdenken, sagte Parteichefin Merkel auf dem Kleinen Parteitag.
So sei beispielsweise im alten Konzept das Existenzrecht Israels nicht erwähnt. Darüber müsse man nachdenken. Auch sei terroristische Bedrohung in Europa eine reale Bedrohung. «Gewalt ist keine Antwort auf Karikaturen. Aber ob wir nicht auch ein bisschen mehr wissen müssen über die Gefühle anderer, darüber werden wir sprechen müssen», sagte die Kanzlerin.Mit Blick auf die Wirtschaft sagte Merkel, man wolle die soziale Marktwirtschaft sichern. «Aber die Rahmenbedingungen haben sich verändert», sagte sie. Man müsse sich fragen: «Kann Politik in Zeiten der Globalisierung überhaupt etwas bewirken?» Dieser Wettbewerb brauche einen «Ordnungsrahmen».
Es könne nicht sein, dass geistiges Eigentum nicht weltweit geschützt werde, sagte die Parteichefin. In dem neuen Grundsatzprogramm der CDU müssten Freiheitsaspekte und Ordnungsrahmen hinterfragt werden. «Wir brauchen auch eine Prioritätenliste», sagte Merkel. «Die 27. Novelle von irgend einer Verordnung» müsse «vielleicht schneller gemacht» werden damit Zeit bleibe für einen Ordnungsrahmen, der darüber entscheide, «ob Millionen Menschen in Deutschland eine Chance haben».