Merkel betont «christliches Menschenbild»
20.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mit Blick auf die Wirtschaft sagte Merkel, man wolle die soziale Marktwirtschaft sichern. «Aber die Rahmenbedingungen haben sich verändert», sagte sie. Man müsse sich fragen: «Kann Politik in Zeiten der Globalisierung überhaupt etwas bewirken?» Dieser Wettbewerb brauche einen «Ordnungsrahmen».
Es könne nicht sein, dass geistiges Eigentum nicht weltweit geschützt werde, sagte die Parteichefin. In dem neuen Grundsatzprogramm der CDU müssten Freiheitsaspekte und Ordnungsrahmen hinterfragt werden. «Wir brauchen auch eine Prioritätenliste», sagte Merkel. «Die 27. Novelle von irgend einer Verordnung» müsse «vielleicht schneller gemacht» werden damit Zeit bleibe für einen Ordnungsrahmen, der darüber entscheide, «ob Millionen Menschen in Deutschland eine Chance haben».
Grundwerte stehen miteinander in Spannungsverhältnis. Daher ist das Verständnis der Grundwerte zwischen den beiden großen Volksparteien nicht das gleiche. Der momentan umstrittenste sei der der Freiheit.
Freiheit ist nicht einfach das Gegenteil von Unfreiheit, sagte die Kanzlerin. «Wir sehen Freiheit als Freiheit für etwas, nicht als Freiheit von etwas. Freiheit ist nicht Beliebigkeit nicht die Freiheit der christlich-demokratischen Union», sagte Merkel. (nz)

