Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Zeugen Jehovas endgültig anerkannt

10. Feb 2006 16:31
Das Land Berlin muss die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkennen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht.

Der mehr als zwölfjährige Rechtsstreit um die Anerkennung der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Berlin ist endgültig beendet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies die Beschwerde des Landes Berlin gegen die Nichtzulassung einer Revision zurück, teilte das Gericht am Freitag mit. Damit ist das Urteil des Berliner Oberverwaltungsgerichts rechtskräftig, nach dem die Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden müssen. Damit hat sich die Religionsgemeinschaft diesen Status erstmals in einem Bundesland erstritten (BVerG 7 B 80.05 - Beschluss vom 1. Februar 2006).

Mehr in der Netzeitung:
Mit der Anerkennung sind die Zeugen Jehovas in ihren Rechten den großen Kirchen gleichgestellt und können auch steuerliche Vorteile bekommen. Die Gemeinschaft hatte jedoch stets betont, keine Kirchensteuer zu erheben.

Nach dem nun bestätigten Berliner Urteil gibt es keine greifbaren Anhaltspunkte dafür, dass sich die Religionsgemeinschaft nicht rechtstreu verhalte. Auch die Grundprinzipien des Religions- und Staatskirchenrechts seien durch die Zeugen Jehovas nicht gefährdet.

Der Gemeinschaft war wiederholt vorgeworfen worden, sie isoliere ihre Mitglieder sozial und setze Austrittswillige psychisch unter Druck. Doch nach dem Urteil des Berliner Oberverwaltungsgerichts vom März vorigen Jahres gab es keine objektiven Hinweise auf Rechtsverstöße. Es wurde festgelegt, dass der Staat die Gemeinschaft anerkennen muss und eine Revision ausgeschlossen. Das wollte das Land nicht hinnehmen und legte Beschwerde beim Leipziger Gericht ein. Der Rechtsstreit hatte sich bereits zuvor durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht gezogen. (nz/dpa)

 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Ungewöhnliche Wortwahl des Ministerpräsidenten: 
Netanjahu sagt erstmals «Zwei-Staaten-Lösung»
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

  •  Berlin 21°
  •  Hamburg 16°
  •  Köln 21°
  •  Frankfurt 23°
  •  Stuttgart 18°
  •  München 18°
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.