02.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bayern will seinen Widerstand gegen die Rechtschreibreform endgültig aufgeben. Die neuen Regeln werden verbindlich eingeführt.
Bayern will die nachgebesserte Rechtschreibreform verbindlich einführen. Kultusminister Siegfried Schneider sagte der Tageszeitung «Die Welt», er werde die Reform mit den Korrekturvorschlägen des Rats für deutsche Rechtschreibung umsetzen. Der Rat will seine Vorschläge am Freitag in Mannheim vorstellen.
Im vergangenen August hatten 14 Bundesländer die neue Rechtschreibung für Schulen und Behörden verbindlich eingeführt. Nur Bayern und Nordrhein-Westfalen ließen daneben auch noch die alte Rechtschreibung gelten, weil sie zunächst die Klärung der noch strittigen Schreibweisen im Rat für deutsche Rechtschreibung abwarten wollten. Dabei geht es um die Zusammen- oder Getrenntschreibung von Begriffen wie «frisch gebackene Braut», um die Kommasetzung und die Trennung am Zeilenende.
Schneider forderte seine Kollegen auf, die Verbesserungen ebenfalls zu übernehmen. Der Rat sei mit hoch qualifizierten Experten besetzt. «Die Kultusministerkonferenz ist gut beraten, den Vorschlägen zuzustimmen», sagte der CSU-Politiker. (ap)