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Trauer um Johannes Rau

28. Jan 2006 08:04, ergänzt 16:24
Trauernde warten in Schloss Bellevue
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Tausende Bürger haben sich in Kondolenzbücher für Johannes Rau eingetragen. Auch Bundespräsident Köhler und Bundeskanzlerin Merkel nahmen von dem verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Abschied.

Im Schloss Bellevue in Berlin, in der Bonner Villa Hammerschmidt und in Wuppertal haben sich am Samstag tausende Menschen in Kondolenzbücher für den verstorbenen Alt-Bundespräsidenten Johannes Rau eingetragen.

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Am Vormittag würdigten in Berlin auch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Verstorbenen. Auch Vize-Kanzler Franz Müntefering (SPD) nahm von Rau Abschied.

Die Bücher sind bis Montag jeweils von 10 bis 18 Uhr zugänglich. In langen Schlangen warteten Trauernde auch in Raus Heimatstadt Wuppertal, um sich in die Kondolenzbücher einzutragen. 100 Besucher kamen in den Düsseldorfer Landtag, um ihre Erinnerungen an den langjährigen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen niederzuschreiben.

Rau soll in Berlin beigesetzt werden

Bundespräsident Köhler unterschreibt im Kondolenzbuch
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Ein offizieller Staatsakt zum Gedenken an den wegen seiner versöhnenden Art geschätzten Rau wird am 7. Februar stattfinden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll er in Berlin bestattet werden. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest.

Rau war am Freitagmorgen im Alter von 75 Jahren nach langer Krankheit in Berlin im Kreise seiner Familie gestorben. Sein Tod hatte im In- und Ausland tiefe Trauer ausgelöst.

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Die britische Königin Elizabeth II. ließ von ihrer Botschaft in Berlin eine Erklärung verbreiten. «Ich war so traurig, als ich vom Tod von Johannes Rau hörte, der so hervorragend als Bundespräsident von 1999 bis 2004 diente», heißt es darin.

Der französische Präsident Jacques Chirac erklärte, Rau habe «ein modernes, wiedervereintes Deutschland» verkörpert und hervorragend zur Stärkung der Bande zwischen Deutschland und Frankreich beigetragen. Auch der italienische Staatschef Carlo Azeglio Ciampi reagierte «tief bewegt» auf die Nachricht von Raus Tod.

Rau hinterlässt eine Frau und drei Kinder. Er war seit längerem schwer krank. Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt am 30. Juni 2004 musste er sich zwei Operationen unterziehen, von denen er sich nicht mehr richtig erholte. (nz)

 
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