Doch Bildungssenator Böger sieht dazu überhaupt keinen Anlass. Im Gegenteil: Der Senator unterstütze die Schule «ausdrücklich», sagte sein Sprecher. Böger halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass Deutsch an jeder Berliner Schule Amts- und Verkehrssprache sei. Die Änderung der Hausordnung sei außerdem vor gut eineinhalb Jahren gemeinsam mit den Eltern beschlossen worden.Manche Eltern brächten ihre Kinder gerade deshalb auf die Schule, weil sie sich erhofften, dass sie dann besser Deutsch lernten. Auch die Schulleitung versteht die Aufregung nicht. Es sei ein Gebot der Höflichkeit, dass jeder jeden versteht, begründet die Leiterin der Herbert-Hoover-Oberschule, Jutta Steinkamp, den Vorstoß.
In den «Grundsätzen» der Hausordnung, die alle Schüler unterschreiben müssen heißt es: «Die Schulsprache unserer Schule ist Deutsch, die Amtssprache der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Schüler ist verpflichtet, sich im Geltungsbereich der Hausordnung nur in dieser Sprache zu verständigen.» Als Geltungsbereich werden nicht nur die Schule und der Schulhof definiert, sondern auch Klassenfahrten und Wandertage. (nz)