Es gebe aber auch für deutsche Sicherheitsbehörden klare rechtsstaatliche Grenzen, betonte Schäuble: Sie dürften nicht an Folter beteiligt sein «und auch nicht sozusagen augenzwinkernd erwarten, dass gefoltert wird», um an Aussagen von Terrorverdächtigen zu gelangen. Schäuble rechtfertigte die Befragung des seit 2001 in Damaskus inhaftierten Deutsch-Syrers Mohamed Haydar Zammar in einem Gefängnis, in dem unter Umständen auch gefoltert wird. «Ein paar Monate Haft haben schon manchen bewegt auszupacken», sagte er. «Damit arbeitet die deutsche Strafverfolgung doch auch.» Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Zammar gefoltert worden sei.