Bundesregierung lässt sich nicht erpressen
Über die Motive und Hintergründe der Tat sei noch nichts bekannt. «Aber es ist ganz grundsätzlich festzuhalten: Der internationale Terrorismus ist unverändert eine der größten Herausforderungen der
Staatengemeinschaft.» Im Kampf gegen den Terror dürfe man nicht nachlassen.
Die Bedrohung Deutschlands durch den internationalen Terrorismus hat sich nach Auffassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht verschärft. Die Entführung habe aber die Wahrnehmung dieser Gefahr verändert. Die neue Bundesregierung werde «das Menschenmögliche tun», um terroristische Anschläge zu verhindern.
Auch andere Politiker sagten, dass man sich dem Druck der Entführer nicht beugen wolle. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte in der Debatte: «Unser Land darf sich einer Erpressung nicht beugen.»
Ähnlich äußerte sich auch der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder. Zwar müsse alles getan werden, die 43-Jährige frei zu bekommen, doch könne dies nicht nach dem Motto geschehen, dass alles erfüllt werde, was die Kidnapper verlangten. (nz)

