netzeitung.deBundesregierung lässt sich nicht erpressen

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Susanne Osthoff (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Susanne Osthoff
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Bundeskanzlerin Merkel hat in ihrer Regierungserklärung auch zur Entführung der Deutschen Susanne Osthoff im Irak Stellung genommen. Alle Deutschen empfänden eine «tiefe Solidarität». Thema: Sgrena rät zur Ausstrahlung von Osthoff-Video Sgrena: Alle Ausländer im Irak gefährdet Entführung im Irak: Politik sucht nach Strategie Deutsche Firmen lassen Mitarbeiter im Irak Deutsche im Irak entführt

Die Bundesregierung hat noch einmal deutlich gemacht, dass sie sich von den Entführern der deutschen Archäologin Susanne Osthoff nicht unter Druck setzen lassen wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung: «Diese Bundesregierung, und ich denke auch dieses Parlament - wir lassen uns nicht erpressen.»

Die CDU-Politikerin sagte, dass alle Anstrengungen der Regierung darauf gerichtet seien, das Leben der Archäologin und ihres irakischen Fahrers zu schützen und die Freilassung zu erreichen. «Alle Deutschen nehmen Anteil am Schicksal der Entführten und alle Deutschen empfinden eine tiefe Solidarität und Verbundenheit mit ihnen», sagte die Kanzlerin.

Über die Motive und Hintergründe der Tat sei noch nichts bekannt. «Aber es ist ganz grundsätzlich festzuhalten: Der internationale Terrorismus ist unverändert eine der größten Herausforderungen der
Staatengemeinschaft.» Im Kampf gegen den Terror dürfe man nicht nachlassen.

Die Bedrohung Deutschlands durch den internationalen Terrorismus hat sich nach Auffassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht verschärft. Die Entführung habe aber die Wahrnehmung dieser Gefahr verändert. Die neue Bundesregierung werde «das Menschenmögliche tun», um terroristische Anschläge zu verhindern.

Auch andere Politiker sagten, dass man sich dem Druck der Entführer nicht beugen wolle. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte in der Debatte: «Unser Land darf sich einer Erpressung nicht beugen.»

Ähnlich äußerte sich auch der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder. Zwar müsse alles getan werden, die 43-Jährige frei zu bekommen, doch könne dies nicht nach dem Motto geschehen, dass alles erfüllt werde, was die Kidnapper verlangten. (nz)