Bischöfe für Vatikan-Erlass zu Schwulen
Die deutschen Bischöfe lobten es dagegen ausdrücklich: Es stehe in einer grundsätzlichen Übereinstimmung mit der zuerst im Jahr 1999 erarbeiteten, dann von 2003 bis 2005 überprüften Handreichung «Homosexualität und Priesterberuf», die für den internen Gebrauch bestimmt gewesen sei, inzwischen aber auch öffentlich bekannt wurde. Die Bischöfe empfinden die Instruktion deshalb auch «als Bestätigung des eigenen Weges, der einerseits eine klare grundsätzliche Orientierung und anderseits eine differenzierte Beratung und Entscheidung im Einzelfall darstellt».
Die Kirche muss laut Vatikan-Dokument vor der Zulassung zur Weihe sicherstellen, dass der Anwärter die für das Priesteramt notwendige «emotionale Reife» und «spirituelle Väterlichkeit» entwickelt hat. Papst Benedikt XVI. hatte das Dokument, das von der Bildungskongregation ausgearbeitet worden ist, bereits am 31. August abgesegnet. Erstmals soll es damit eine verbindliche Regelung geben, wie mit homosexuellen Amtsanwärtern verfahren wird. Bislang wurden Priesteranwärter nicht auf ihre sexuellen Neigungen hin befragt oder überprüft. (nz)

