netzeitung.deKritik am Vatikan wegen Ausgrenzung Schwuler

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Papst Benedikt XVI. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst Benedikt XVI.
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Pläne des Vatikan, Schwule von der Priesterweihe auszuschließen, stoßen auf scharfe Kritik bei den Grünen. Man könne nicht über Respekt gegenüber Homosexuellen reden und sie gleichzeitig ausgrenzen, sagte Fraktions-Geschäftsführer Beck.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, hat dem Vatikan Doppelmoral vorgeworfen. Mit Blick auf Pläne des Vatikan, bekennende Homosexuelle künftig von der Priesterweihe auszuschließen, sagte Beck der Netzeitung: «Der Vatikan kann nicht einerseits über Respekt gegenüber den Homosexuellen reden und andererseits homosexuelle Priester ausgrenzen.»

Beck reagierte damit auf einen Bericht der italienischen Zeitung «Il Giornale». Das Blatt hatte aus einem Dokument des Vatikan zitiert, das am 29. November veröffentlicht werden soll. Darin heißt es demnach, die Kirche müsse zwar Homosexuelle mit «Respekt und Behutsamkeit» aufnehmen, sie dürften jedoch nicht zum Priesteramt zugelassen werden, da ihre Sexualität «korrekte Beziehungen zu Männern und Frauen behindert».
Bildungskongregation
Der Grünen-Politiker Beck sagte, die Katholische Kirche dürfe von den homosexuellen Priestern «nicht mehr verlangen als von den heterosexuellen». «Solange die Katholische Kirche hier Keuschheit verlangt, ist es doch gleichgültig, wovon die Priester die Finger lassen müssen.»

Der Zeitung zufolge unterzeichnete Papst Benedikt XVI. das achtseitige Papier der vatikanischen Bildungskongregation bereits am 31. August. Der Titel des Dokuments lautet: «Instruktion über die Kriterien zur Unterscheidung bei Berufungen von Personen mit homosexuellen Tendenzen hinsichtlich ihrer Zulassung zum Priestertum und zu Weiheämtern».


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