08. Nov 2005 15:57
Die Linkspartei sieht in Biskys erneuter Ablehnung als Parlamentsvize ein bedenkliches Signal gegen die Ostdeutschen. Biskys Amt als Parteichef sei kein Ablehnungsgrund.
Damit werde «Millionen Menschen signalisiert, dass sie doch nicht so dazugehören», beklagte Thalheim. Das Argument von Biskys Gegnern, er sei als Parteivorsitzender nicht auf dem Posten des Parlamentsvizepräsidenten akzeptabel, sei haltlos. Selbst der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) stand sieben Jahre dem Parlament vor, obwohl er Vizechef der Sozialdemokraten war, sagte Thalheim. «Da hat sich nie jemand drum gekümmert, obwohl Thierse in Interviews SPD-Politik vertreten hat.»Bisky ist bei einem erneuten Versuch zu seiner Wahl zum Parlamentsvizepräsidenten im nunmehr vierten Wahlgang gescheitert. Zunächst war noch unklar, ob Bisky auf seine erneute Kandidatur verzichtet und die Bundestagsfraktion jemand anderes für das Amt des Parlamentsvizechefs nominiert.