netzeitung.deProtestmarsch für konsequenten Atomausstieg

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Atomkraftgegner in Lüneburg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Atomkraftgegner in Lüneburg
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Atomkraftgegner haben auf einer Demonstration in Lüneburg gegen einen Kurswechsel in der Atompolitik protestiert. Der Protestmarsch wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

Einige tausend Atomkraftgegner haben am Samstag in Lüneburg gegen einen Kurswechsel in der Atompolitik und den bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben demonstriert. Anti-Atom-Initiativen aus ganz Deutschland forderten Union und SPD auf, bei den Koalitionsverhandlungen nicht am vereinbarten Atomausstieg zu rütteln.

Der Protestmarsch wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet, verlief jedoch ohne Störungen. Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 2600 Menschen, die Veranstalter sprachen von 7000. Der nächste Castor-Transport mit Atommüll ins Zwischenlager Gorleben soll am 19. November starten.

Union und SPD sind sich beim Thema Atomausstieg und der Frage nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll nach wie vor uneinig. Die rot-grüne Bundesregierung und die Stromindustrie hatten im Jahr 2000 den Ausstieg aus der Atomenergie vereinbart. Das schließt den Bau neuer Reaktoren aus. Der Atomkonsens sieht außerdem vor, dass die Atomkraftwerke schrittweise bis etwa 2021 vom Netz gehen sollen.

Bei der Demonstration trugen Atomkraftgegner Transparente, auf denen unter anderem zu lesen war: «Unsere Kinder sollen lachen, nicht strahlen» und «Stoppt die Atomkraft, denkt an unsere Zukunft». Umweltschützer von Greenpeace hatten ein nachgebautes Modell eines Castor-Behälters auf einem Lastwagenanhänger nach Lüneburg gebracht. (nz)