10. Sep 2005 10:23
Der Lehrermangel an deutschen Schulen hat sich verschärft. Zum Schuljahrsbeginn fehlten bundesweit etwa 10.000 Pädagogen.
Der Deutsche Philologenverband hat vor Unterrichtsausfällen durch Lehrermangel gewarnt. Zum Schuljahresbeginn gebe es bundesweit etwa 10.000 Lehrer zu wenig, berichtet «Die Welt». «Die Mangelsituation weite sich auf alle Schulenarten aus», wird der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger zitiert. Junge Lehrer rückten kaum noch nach, da sich die über Jahrzehnte überfüllten Wartelisten inzwischen geleert hätten.
In einem Brief des bayerischen Kultusministeriums an die Direktoren der Gymnasien in dem Land heißt es, dass es bereits zum laufenden Einstellungstermin in mehreren Fächerverbindungen nicht mehr ausreichend Bewerber gebe. «Der Bewerbermangel wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken», befürchtet das Ministerium. Dem Schreiben zufolge senke das Kultusministerium in München inzwischen die Zugangsvoraussetzungen für die Übernahme in den Staatsdienst, schreibt die Zeitung. Mit Einstellungszusagen sei bereits vor Bekanntgabe der Noten in einigen Fächerverbindungen versucht worden, «Bewerber frühzeitig an den Staat zu binden».
Eine feste Stellenzusage habe es zum Teil schon bei einer Staatsexamensnote bis 3,5 gegeben. Teilzeitregelungen gebe es dem Schreiben zufolge nur noch mit Einschränkungen. (nz)