Schmidt will Rechtsanspruch auf Sterbebegleitung
Die Teams sollen bis zu sechs Mitglieder umfassen und für rund 250.000 Menschen zuständig sein. Schmidt bezifferte die Mehrkosten des Programms mit rund 100 Millionen Euro. Genaue Aussagen seien derzeit nicht möglich. «Die Erfahrung zeigt, dass freiwillige Absprachen der Ärzte und Pfleger uns kaum weiterbringen», sagte Schmidt. «Einzelabsprachen werden jedenfalls nicht dazu führen, dass die Hilfe für Sterbenskranke wirklich überall besser wird. Da muss der Gesetzgeber ran.»
Die so genannte Palliativpflege konzentriert sich auf die letzte Lebensphase. Heute sterben nach Daten der Bundesärztekammer zum Beispiel 70 Prozent der unheilbar Krebskranken im Krankenhaus, weil die Angehörigen mit der Betreuung zu Hause überfordert sind. Bis zu 80 Prozent könnten nach Schätzung der Ärzte in ihrer gewohnten Umgebung sterben, wenn die Sterbebegleitung professionell organisiert wäre.
In Deutschland gibt es mehr als 1000 ambulante Hospizdienste. Im Durchschnitt bleiben Todkranken, denen Ärzte keine Chance auf Heilung mehr geben, nach der Feststellung der tödlichen Erkrankung noch 40 Tage zum Leben. (nz)

