Schröder hatte am Wochenende beim SPD-Wahlkampfauftakt in Hannover US-Präsident George W. Bush davor gewarnt, dem Iran militärisch zu drohen. «Wir haben erlebt, dass sie (militärische Optionen) nichts taugen.» Bush hatte zuvor erklärt, wenn Teheran den Forderungen nach einem Stopp seines Atomprogramms nicht nachkomme, «liegen alle Optionen auf dem Tisch».Merkel sagte, «die Frage eines Militäreinsatzes stellt sich überhaupt nicht«. Sie sei sehr zufrieden, dass Großbritannien, Frankreich und Deutschland gemeinsam die Verhandlungen mit dem Iran führten und dabei von den USA unterstützt würden. «Ich werde dies als Bundeskanzlerin fortführen», sagte sie. Dass Gerhard Schröder das Thema nun auf ähnliche Weise wie den Irak-Konflikt im Wahlkampf 2002 anspreche kommentierte Merkel mit den Worten: «Geschichte wiederholt sich nicht und wenn, dann nur als Farce.» (nz)