02. Aug 2005 16:29
Bundeskanzler Schröder ist am Dienstag mit dem «Heinrich Albertz Friedenspreis» ausgezeichnet worden. Er wurde insbesondere für seinen entschiedenen Kampf gegen den Rechtsextremismus geehrt.
Der Friedenspreis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich «um die Ausgestaltung der Grundwerte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, um den inneren und äußeren Frieden in besonderer Weise verdient gemacht haben», heißt es in den Statuten zur Preisverleihung. Schröder ist nach Johannes Rau (SPD) und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, der dritte Empfänger des Preises. Spiegel hielt bei der Preisverleihung die Laudatio. Darin rühmte er das entschiedene Eintreten Schröders gegen Rechtsextremismus und Intoleranz. Weiter lobte Spiegel die Programme der Bundesregierung gegen den Rechtsradikalismus. Wie die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gezeigt habe, hätten diese bereits Wirkung gezeigt.
Der Bundeskanzler selbst rief in seiner Ansprache dazu auf, Antisemitismus und Rassismus zu ächten und für ein friedliches Zusammenleben von Menschen aller Hautfarben und Religionen zu kämpfen. Weiterhin würdigte Schröder das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen in Deutschland. «Ohne diesen Einsatz wäre unsere Republik ärmer», sagte der Kanzler. (nz)