Unterdessen schlossen sowohl die SPD als auch die Grünen eine Koalition mit einem Parteienbündnis aus WASG und PDS aus. Das sagten die Vorsitzenden der beiden Parteien, Franz Müntefering und Reinhard Bütikofer, am heutigen Montag in Berlin. Bereits am Sonntag hatte Müntefering im ZDF gesagt, mit Hasardeuren und Populisten solle man nicht zusammengehen. Wenn der Wähler die Chance eröffne, werde die SPD mit den Grünen weiter regieren. Michael Müller, Wortführer der SPD-Linken im Bundestag, sagte laut «Bild»-Zeitung: «Die Lafontaine-Gysi-Partei will zurück in die Politik der 70er Jahre, die SPD dagegen muss nach Konzepten für die Zukunft suchen. Deshalb sehe ich derzeit keine Möglichkeit für eine politische Zusammenarbeit oder gar Koalition.»
Der Grünen-Vorsitzende Bütikofer nannte PDS und Wahlalternative «altmodische und selbstverliebte Linke». Umweltminister Jürgen Trittin sprach dem Linksbündnis die inhaltliche Basis ab: «Wenn sich zwei ältere Herren wie Lafontaine und Gysi ihren Lebenstraum erfüllen wollen, noch einmal in den Bundestag einzuziehen, ist das keine tragfähige politische Grundlage.» Die Grünen würden sich einem «sportiven Wettkampf» stellen. (nz)