27.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Oskar Lafontaine
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Linkspartei unter Führung des Ex-SPD-Chefs Lafontaine könnte bei der Neuwahl im Herbst laut einer Umfrage ein zweistelliges Ergebnis erzielen. Stärkste Kraft wäre die Union. Thema: Neuwahl des Bundestags Wirtschaftsforscher: «Regierung kann Früchte von Hartz IV nicht mehr einfahren» NRW-Grüne erklären Rot-Grün für beendet Wahlalternative droht mit Alleingang bei Neuwahl SPD frohlockt über Streit bei Schwarz-Gelb SPD-Linke steht hinter Schröders Reformkurs und Rot-Grün
Der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine kann mit erheblicher Zustimmung für ein neues politisches Projekt rechnen. Laut einer Erhebung von TNS Infratest im Auftrag des Magazins «Spiegel» können sich 18 Prozent der Befragten vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl eine Partei zu wählen, in der Lafontaine eine führende Rolle spielt.
Unter den Anhängern der PDS zeigten sich 50 Prozent für eine Lafontaine-Partei aufgeschlossen, unter den Anhängern der SPD 14 Prozent.
Union weit vor SPDIn der Sonntagsfrage ermittelte TNS Infratest folgendes Bild: CDU/CSU 47 Prozent, SPD 29 Prozent, Grüne 8 Prozent, FDP 6 Prozent, PDS 5 Prozent.
Im direkten Vergleich liegt Kanzler Gerhard Schröder der Umfrage zufolge vor der designierten Unionskandidatin Angela Merkel. Für den SPD-Politiker würden demnach 41 Prozent der Wähler stimmen, für die Oppositionsführerin 37 Prozent. Einen leichten Vorsprung hat Merkel bei den Frauen, die ihr mit 39 Prozent den Vorzug vor Schröder mit 38 Prozent geben würden. Bei den Männern liegt der Amtsinhaber mit 44 Prozent klar vor Merkel mit 35 Prozent.
TNS Infratest hatte zu Lafontaine 712 Wahlberechtigte am 24. Mai, zu Sonntagsfrage und Schröder/Merkel rund 1000 Wahlberechtigte am 23./24. Mai befragt. (nz)