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Müntefering mit Eiern beworfen

01. Mai 2005 14:28, ergänzt 14:47
Die Polizei schirmt Redner Müntefering ab.
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Weder Buhrufe und Pfiffe noch fliegende Eier konnten SPD-Chef Franz Müntefering am Sonntag davon abhalten, zu den Teilnehmern einer Kundgebung zum 1. Mai in Duisburg zu sprechen.

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering ist während einer Ansprache zum Tag der Arbeit am Sonntag in Duisburg mit Eiern beworfen worden. Der Eierwerfer habe zwar versucht zu fliehen, sei aber wenige hundert Meter vom Kundgebungsort festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Der SPD-Chef sei nicht direkt getroffen worden.

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Müntefering ließ sich von der Attacke nicht abschrecken. Von Sicherheitskräften mit Schutzschilden und Regenschirmen beschützt, setzte er seine von lautstarken Pfiffen und Buhrufen begleitete Rede ohne Unterbrechung fort. Vereinzelte Beifallbekundungen und «Münte, Münte»-Rufe wurden immer wieder von Trillerpfeifen und «Lügner, hau ab»-Sprechchören erstickt. Die Protestierenden kritisierten unter anderem die Arbeitsmarktreform Hartz IV und forderten deren Rücknahme.

Müntefering seinerseits forderte in seiner halbstündigen Rede in einer Gießerei Unternehmen wiederholt auf, Verantwortung für den Standort Deutschland zu übernehmen. Wirtschaft und Kapital müssten für den Menschen da sein und nicht umgekehrt.

Deutschland müsse sowohl Hochleistungs- als auch Hochlohnland bleiben. Die Ausweitung des Entsendegesetzes sei dafür zwar kein «Allheilmittel», aber es helfe Lohndumping zu verhindern. «Wir müssen den Impuls haben, zu hohen Leistungen und hohen Löhnen», sagte Müntefering.

Der soziale Frieden sei die Bedingung für Wohlstand in Deutschland. Arbeitnehmerrechte wie betriebliche Mitbestimmung und Tarifautonomie müssten daher erhalten bleiben. (nz)

 
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