netzeitung.deRoth erwirkt Verfügung gegen «Bild»

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Volker Schäfer und Claudia Roth (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Volker Schäfer und Claudia Roth
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Amtsgericht Berlin hat entschieden, dass die «Bild»-Zeitung eine Gegendarstellung abdrucken muss. Grund ist ein Artikel über die Geschäfte des ehemaligen Lebensgefährten der Grünen-Chefin Roth.

Die Grünen-Chefin Claudia Roth hat eine einstweilige Verfügung gegen die «Bild»-Zeitung erwirkt. Grund ist ein Artikel mit der Überschrift «Amigo-Affäre» in dem es hieß, Roths ehemaliger Lebensgefährte, Volker Schäfer, habe als Kommunikationsberater des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in den vergangenen zwei Jahren ohne öffentliche Ausschreibung Aufträge für 150 000 Euro bekommen.

Eine Parteisprecherin der Grünen gab an, das Landgericht Berlin habe beschlossen, das Blatt müsse eine Gegendarstellung abdrucken. Die Verfügung werde am Freitag zugestellt. Ein Sprecher der «Bild» kündigte an, der Verlag werde Rechtsmittel einlegen, da die dargestellten Fakten korrekt seien.
«Kein Zusammenhang»
Roth habe Schäfer kennen gelernt, als dieser bereits für das BfS tätig gewesen sei, sagte Roths Anwalt Christian Schertz. Es gäbe keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Beauftragung Schäfers durch das BfS und seiner Beziehung zu Roth.

Das BfS und seine Aufsichtsbehörde gaben bekannt, der Vertrag Schäfers sei einwandfrei. Da die für die Arbeit vorgesehene Mitarbeitern fristlos gekündigt hatte, sei die Vergabe ohne öffentliche Ausschreibung geboten gewesen, sagte ein BfS-Sprecher. (nz)