Union wirft Volmer Falschaussage vor
Die Union warf Volmer Täuschung des Ausschusses vor. Der Grünen-Politiker habe erklärt, dass der Petitionsausschuss des Bundestages die neue Visa-Politik im Jahr 2000 unterstützt habe. Das von ihm dazu vorgelegte Schreiben sei aber nur von Abgeordneten der rot-grünen Koalition unterzeichnet worden.
CDU/CSU-Obmann Eckart von Klaeden sprach von einer «Falschaussage». Montag nannte den Vorwurf «überzogen». «Das ist eine völlige Verdrehung der Gewichte.»
FDP-Obmann Hellmut Königshaus sagte, Volmer habe klar gemacht, dass es Rot-Grün im Jahr 2000 um eine neue Visa-Politik und nicht um eine Anknüpfung an die Politik der vorigen Regierung gegangen sei. «Die Folgen waren zunächst einmal gewollt», auch wenn man «nur die Guten reinlassen wollte». Eine Klärung der Verantwortlichkeiten habe die Volmer-Aussage aber zunächst nicht gebracht.
Auch die Fernsehübertragung wurde von den Koalitionsvertretern im Ausschuss positiv bewertet. «Ich glaube, dass wir einen guten Anfang hatten mit der Ausstrahlung», sagte Montag. Scholz betonte, die Übertragung habe der Arbeit des Ausschusses genutzt. «Es geht eigentlich viel besser und viel sachlicher zu.» Die Live-Sendung sei «eine Sache, die auch für die Zukunft weiter nützlich ist». (nz)

