netzeitung.deEx-Botschafter attackiert Fischer

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Ex-Botschafter Elbe (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ex-Botschafter Elbe
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Der im Zuge der Nachruf-Affäre in den einstweiligen Ruhestand versetzte Botschafter Elbe fühlt sich vom Außenminister «stieselig» behandelt.

Scharfe Kritik an Außenminister Joschka Fischer hat der ehemalige deutsche Botschafter in der Schweiz, Frank Elbe, geäußert. Er war im Zusammenhang mit dem Streit um die Nachruf-Praxis des Auswärtigen Amts in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.

Viele seiner Kollegen habe es «tief verletzt, wie der Minister die Nachruf-Praxis geregelt und in der Visa-Affäre Fehler zunächst vor allem bei den 'Mitarbeitern' gesehen hat», sagte Elbe «Bild». Es lasse sich nicht bestreiten, dass es im Auswärtigen Amt «große Unruhe unter den Kollegen gibt und die Stimmung ausgesprochen mies ist», sagte Elbe. Der frühere Diplomat selbst fühlt sich von Fischer «stieselig» behandelt. Es tue weh, nach 34 Jahren im Auswärtigen Dienst so auszuscheiden.

Elbe, der sich in einem Brief an den Grünen-Minister kritisch über dessen Management in der so genannten Nachruf-Affäre geäußert hatte, sagte: «Ich hätte mir gewünscht, dass man mich zumindest angehört hätte.»

Der Ex-Botschafter hatte bereits Ende März in dem Schreiben, das zeitgleich in «Bild» erschien, Fischer im Zusammenhang mit der Visa-Affäre und der Kontroverse über die Nachrufe auf Diplomaten «miserables Krisenmanagement» und eine «Spaltung des Auswärtigen Amtes» vorgeworfen. Am vergangenen Donnerstag wurde er auf Ersuchen Fischers von Bundespräsident Horst Köhler mit sofortiger Wirkung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. (nz)