25.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Anke Spoorendonk
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Südschleswigsche Wählerverband hat eine Morddrohung erhalten. Die Kriminalpolizei hat erste Schutz-Maßnahmen veranlasst.
Die Spitzenkandidatin des Südschleswigsches Wählerverbands (SSW), Anke Spoorendonk, ist laut Angaben der Kriminalpolizei «massiv» bedroht worden. Wie das Landeskriminalamt (LKA) in Schleswig- Holstein mitteilte, hat die Politikerin am Freitag einen Brief erhalten.
Laut LKA hieß es darin, Spoorendonk sei ihres Lebens nicht mehr sicher, wenn der SSW eine rot-grüne Minderheitsregierung toleriere. Es seien Maßnahmen zum Schutz Spoorendonks ergriffen worden. Weitere Einzelheiten nannte der Polizei-Sprecher nicht.
Spoorendonk sagte am Rande eines kleinen Parteitags in Flensburg: «Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Lage derart eskaliert.»
Die Partei der dänischen Minderheit hatte zuvor über die Tolerierung einer Minderheitsregierung beraten und sich für Verhandlungen darüber mit Rot-Grün ausgesprochen. Bei der Landtagswahl am Sonntag war die CDU stärkste Partei geworden. (nz)