21.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
SPD-Landeschef in Schleswig-Holstein, Claus Möller
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die SPD in Schleswig-Holstein will auch mit der CDU über eine mögliche Regierungskoalition verhandeln. Ministerpräsidentin Simonis rechnet mit einem «harten Gespräch». Thema: Wahl in Schleswig-Holstein Stoiber: FDP schuld an Niederlage in Kiel SSW beschließt Tolerierung einer Minderheitsregierung in Kiel Carstensen beansprucht Amt des Ministerpräsidenten SSW deutet Anspruch auf Minister-Posten an Nord-CDU für Koalition mit der SPD Westerwelle fordert Nachzählung bei Schleswig-Holstein-Wahl
Die schleswig-holsteinische SPD schließt eine große Koalition nicht aus. Die Sozialdemokraten würden auch mit der CDU Gespräche über eine Regierungsbildung führen, sagte der Chef der Landes-SPD, Claus Möller, am Montagabend in Kiel. Immerhin habe die CDU den Wunsch zu einem solchen Gespräch vorgebracht. Dem wolle man sich nicht verschließen.
Das Angebot an die CDU sei ernst gemeint, so Möller. Es gebe auch Anhänger einer großen Koalition in der Partei, so der SPD-Chef.
Möller betonte, dass es bei den Verhandlungen darum gehe, nicht schnell, sondern qualitativ hochwertig miteinander zu reden.
Simonis: «Hartes Gespräch»Ministerpräsidentin Heide Simonis sagte dem ZDF, eine Minderheitsregierung sei möglichst zu vermeiden. «Wir müssen eine ordentliche Mehrheit bekommen.» Bezüglich einer möglichen großen Koalition sagte sie, das werde «in hartes Gespräch» mit der CDU. Auf die Frage, ob sie sich die SPD als Juniorpartner in einer großen Koalition mit der CDU vorstellen könne, sagte Simonis, das falle ihr «sehr schwer».
CDU-Spitzenkandidat Henry Peter Carstensen hatte zuvor gesagt, er halte eine große Koalition für die beste Lösung allerdings nur ohne Simonis. (nz)