netzeitung.deFriedliche Demonstration in Berlin gegen Israel

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Demonstration am Al-Quds-Tag in Berlin (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Demonstration am Al-Quds-Tag in Berlin
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

800 Muslime sind am Samstag durch Berlin gezogen, um gegen die Politik Israels zu protestieren. Die Polizei bemühte sich, pro-israelische Gegendemonstranten von diesen fernzuhalten.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen haben in Berlin zumeist muslimische Demonstranten zum so genannten Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag) gegen die Politik Israels und der USA protestiert. Rund 800 Menschen zogen am Samstag durch das Zentrum der Berlins.

Die Polizei sprach 46 Platzverweise aus. Darüber hinaus gab es nach Angaben eines Polizeisprechers jedoch «keine nennenswerten Vorfälle». An einer pro-israelischen Gegenkundgebung beteiligten sich rund 100 Demonstranten. Mehrere hundert Polizisten trennten die beiden Gruppen voneinander, ein Polizeihubschrauber überwachte das Geschehen aus der Luft.

«Frieden für Palästina»
Zu einem Zwischenfall kam es dann allerdings doch noch, als sich ein Gegendemonstrant mit einer Israel-Fahne in die Reihen der «Al-Quds»-Demonstranten drängeln wollte. Die Polizei griff sofort ein und zog den Mann an die Seite.

«Frieden für Palästina» oder «Wir setzen uns für eine friedliche Koexistenz mit den Anhängern aller Religionen ein» hieß es auf Spruchbändern der «Al-Quds»-Demonstranten. Ein Sprecher rief über Lautsprecher, das «Regime» in Israel unterdrücke die Menschen. «Glauben sie niemals denen, die Mauern bauen», hieß es.

Der frühere iranische Revolutionsführers Ajatollah Khomeini hatte erstmals 1979 zu Kundgebungen am «Al-Quds-Tag» aufgerufen. In Berlin gibt es sie seit 1995. (nz)