10.11.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Eltern sollen nach Plänen des bayerischen Wissenschaftsministers schon von der Geburt ihrer Kinder an Geld sparen, um deren Studiengebühren bezahlen zu können. Das freiwillige Modell soll den Namen «Bildungssparen» tragen.
Eltern sollen nach Plänen des bayerischen Wissenschaftsministers Thomas Goppel (CSU) in Zukunft schon von Geburt ihrer Kinder an Geld sparen, um damit später deren Studiengebühren bezahlen zu können. Das berichtet die «Zeit». Das freiwillige Modell soll unter der Bezeichnung «Bildungssparen» laufen.
In einem internen Diskussionspapier, das der Wochenzeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt, skizziert Goppel sein Modell: Eltern legen freiwillig nach der Geburt eines Kindes jeden Monat Geld fürs Studium oder die Lehre zurück, der Staat legt 10 bis 15 Prozent der Sparsumme drauf. So soll die Bildung des Kindes langfristig abgesichert werden. Banken und Versicherungen sollen die passenden Sparverträge entwickeln.
Bislang bevorzugen die meisten Bildungspolitiker so genannte nachgelagerte Studiengebühren. Erst wird studiert, danach einkommensabhängig gezahlt. Goppels Modell wäre eine Variante «vorgelagerter» Studiengebühren.
Nach der Rechnung des bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung fallen bei 1200 Euro Studiengebühren pro Jahr sowie Lebenshaltungskosten in einem zehnsemestrigen Studium 50.000 Euro Kosten an. Zur Gegenfinanzierung müssten die Eltern von der Geburt eines Kindes an bis zum Abitur deshalb monatlich 129 Euro einzahlen, die staatliche Prämie schon einbezogen. (nz)