DGB: Osten droht zu veröden
18.09.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Ganze Landstriche würden «ökonomisch und politisch tendenziell unbeherrschbar», so Putzhammer weiter. Politik und Wirtschaft verdrängten das Thema. «Schon jetzt gibt es im Osten zahlreiche Landkreise, in denen die Arbeitslosigkeit weit über dem Durchschnitt auch der ostdeutschen Länder liegt, in denen Schulen nicht mehr betrieben werden können, in denen Betriebe reihenweise zusammen brechen, in denen vor Ort kaum mehr vorhanden ist als der Pornoschuppen.»
Wenn Fachkräfte und junge Leute abwanderten, seien auch keine Unternehmen mehr bereit, sich anzusiedeln oder zu bleiben, sagte der Gewerkschafter. Die öffentliche Infrastruktur könne immer schwerer aufrechterhalten werden.
Putzhammer forderte, die Gelder aus dem Solidarpakt zielgerichteter einzusetzen. «Wir brauchen dringend eine Evaluierung der laufenden Aufbau-Prozesse», sagte er. (nz)

