Reform-Kritiker gründen «Rat für deutsche Rechtschreibung»
22.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
In einer Erklärung sprach die Gründungsversammlung den Politikern das Recht ab, «eine weitere Rechtschreibkommission zu berufen, deren einzige Aufgabe es sein kann, das offenkundige Scheitern der Rechtschreibreform hinauszuzögern». Das Gremium plädiert für die Rückkehr zur alten Rechtschreibung. Dies sei der einfachste, sicherste und wirtschaftlich vernünftigste Weg zu einer zweckmäßigen und modernen Orthografie, hieß es.
Zu den Gründungsmitgliedern zählen der als Rechtschreibrebell bekannt gewordene Deutschlehrer Friedrich Denk aus Weilheim, der Sprachwissenschaftler Theodor Ickler sowie der Schweizer Gymnasiallehrer Stefan Stirnemann. Die Reformgegner wollen demnach dem Grundsatz Geltung verschaffen, dass die Sprache dem Volk gehört: «Wir repräsentieren die Mehrheit der Bevölkerung», hieß es in der Erklärung.
Am morgigen Montag soll in Wien ein Fachtreffen auf Beamtenebene mit Vertretern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Rechtschreibreform stattfinden. Beschlüsse soll es allerdings nicht geben. (nz)

