09. Aug 2004 14:59
Bundeskanzler Schröder hält eine Rücknahme der Rechtschreibreform für falsch. Damit stellt er sich gegen Ministerin Weiss, die Änderungen angeregt hatte.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat erklären lassen, dass er von einer von einer Rückkehr zur alten Rechtschreibung nichts hält. Er habe gesagt, dass er dies für falsch halte, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Hans-Hermann Langguth am Montag in Berlin.Langguth machte unmissverständlich deutlich, dass es seitens der Bundesregierung «keine Überlegungen» gebe, die Rechtschreibreform wieder rückgängig zu machen. Ohnedies seien in dieser Frage die Bundesländer zuständig.
Schröder geht mit seiner durch den Regierungssprecher verlautbarten Äußerung zur Debatte um die Rechtschreibreform auf Distanz zu Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos). Als einziges Mitglied der Bundesregierung hatte sie vor kurzem für Änderungen bei der Reform plädiert. Es wäre ein Fehler, neue Schreibregeln gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen, meinte sie. (nz)