netzeitung.deImmer mehr Menschen beziehen Sozialhilfe

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Aufgrund der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt werden immer mehr Menschen in die Sozialhilfe gedrängt. Besonders die Zahl der von Sozialhilfe abhängigen Kinder stieg erneut deutlich an.

In Deutschland sind immer mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Zahl der Empfänger im vergangenen Jahr um zwei Prozent auf 2,8 Millionen.

Den Angaben zufolge hat sich die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Alter zwischen 18 und 64 Jahren um über fünf Prozent auf 1,63 Millionen erhöht. Die Zunahme der Sozialhilfebedürftigkeit in dieser Altersgruppe sei auf die gestiegene Zahl der arbeitslosen Sozialhilfeempfänger zurückzuführen, erklärte das Amt. Fast die Hälfte der Sozialhilfebezieher im erwerbsfähigen Alter seien arbeitslos gemeldet gewesen, ihre Zahl stieg um gut 14 Prozent.
Frauen häufiger als Männer betroffen
Der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich demnach um 0,1 Prozentpunkt auf 3,4 Prozent. Von den unter 18-jährigen waren 2003 mehr als eine Million auf Sozialhilfe angewiesen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 6,2 Prozent. Die Zahl der Bezieher staatlicher Unterstützung im Osten erhöhte sich deutlich stärker als im Westen.

Frauen sind mit 3,7 Prozent häufiger von Sozialhilfe betroffen als Männer, bei denen die Quote bei 3,1 Prozent lag. Mit 8,4 Prozent war die Quote unter Ausländern deutlich höher als unter deutschen Staatsbürgern mit 2,9 Prozent.

Höchste Quote in Bremen und Berlin
Die höchste Quote wiesen die Stadtstaaten Bremen mit 9,2 Prozent, Berlin mit 7,7 Prozent und Hamburg mit 6,9 Prozent auf. Unter den Flächenländern haben das Saarland und Schleswig-Holstein mit je 4,1 Prozent die höchsten Quoten. Die niedrigsten Quoten verzeichneten Bayern mit 1,8 Prozent, Baden-Württemberg mit 2,1 Prozent und Thüringen mit 2,3 Prozent. (nz)