Indirekt bekannte sich Westerwelle, der sich beim 50. Geburtstag von CDU-Chefin Angela Merkel erstmals mit seinem Lebenspartner in der Öffentlichkeit gezeigt hatte, auch zu seiner homosexuellen Beziehung. «Ich kann nichts daran ändern, ob mein Leben den Leuten gefällt oder nicht gefällt», sagte er im «Spiegel». Er könne sich nicht nach der öffentlichen Meinung richten. Er lebe sein Leben selbstbewusst und könne von sich sagen: «Ich habe nie eine Kulisse geschoben.» Ähnlich äußerte sich der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, der ebenfalls bekennender Homosexueller ist. Im Magazin «Focus» brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass homosexuelle Politiker und Prominente künftig offener mit ihrer Neigung umgehen sollten. Zwar gehe niemanden deren Privatleben etwas an, doch sei Homosexualität eine Personenstandsanzeige wie verheiratet, Kinderzahl oder Religionszugehörigkeit, sagte Beck. Nach seiner Ansicht könne das Publikum von einer Person des öffentlichen Lebens eine solche Information erwarten. (nz)