Die Jungen Liberalen kritisierten indes, dass sich die Partei zu sehr mit Machtfragen beschäftige. «Die Bundesspitze beschäftigt sich zu sehr mit sich selbst und mit der Frage, wer am besten an wessen Stuhl sägen kann», sagte der Vorsitzende der Jungen Liberalen (Julis), Jan Dittrich, der «Rheinischen Post». Er forderte, die Partei müsse «mehr Programmatik nach draußen tragen.»Zur Überwindung ihrer angespannten Finanzsituation will die FDP nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung« die Vermögen der finanziell von der Bundespartei unabhängigen Kreisverbände heranziehen. Dort sammelten sich Vermögenswerte von mindestens sieben bis acht Millionen Euro, schreibt die Zeitung. FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz habe die Parole ausgegeben: »Diesen Schatz muss die Bundespartei heben.«
Die Bundes-FDP ist dagegen schwer verschuldet. Ihre Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich nach inoffiziellen Angaben auf mindestens neun Millionen Euro. Dies geht zum Teil auf die Rück- und Strafzahlungen zurück, die die Partei wegen der illegalen Spendenpraxis von Jürgen W. Möllemann leisten musste. (nz)