Horst Köhler zum neunten Bundespräsidenten Deutschlands gewählt
Für seine Gegenkandidatin Gesine Schwan stimmten 589 Wahlleute. Neun Stimmberechtigte enthielten sich, zwei Stimmen waren ungültig.
Damit erreichte Köhler schon im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit, die bei 603 Stimmen lag. Da Union und FDP jedoch über insgesamt 622 Stimmen verfügten, stimmten vermutlich 18 Wahlleute des bürgerlichen Lagers nicht für Köhler. Schwan dagegen erhielt einige Stimmen von FDP und Union - da SPD, Grüne und PDS zusammen nur über 579 anwesende Wahlleute in der Bundesversammlung verfügten.
Natürlich mache er sich als Ökonom um die deutsche Wirtschaft Sorgen. Deutschland könne aber aus der Globalisierung großen Nutzen ziehen, gleichzeitig aber auch den armen Ländern helfen. Es sei nötig, die eigenen Märkte zu öffnen. «Wir befinden uns in einem Umbruch und Deutschland muss seinen Platz in der Welt des 21. Jahrhunderts finden», so Köhler.
Köhler sagte, er wolle die Kraft der Freiheit stärken, die Gerechtigkeit fördern und dafür eintreten, dass Deutschland «ein Land der Ideen» werde.
Für das Web ediert von Peter Müller

