18. Mai 2004 14:48
Der Bundeswehr-Professor Wolffsohn wird wegen seiner Äußerungen zu Folterungen nicht entlassen. Er bedauerte bei einem Gespräch mit Verteidigungsminister Struck seine Worte.
Er hatte im Fernsehsender n-tv Folter als Mittel im Kampf gegen Terroristen als legitim bezeichnet. Struck habe deutlich gemacht, hieß es, dass die Äußerungen nicht akzeptabel seien. Rechtliche Möglichkeiten gegen Wolffsohn gebe es aber nicht.Struck erwarte von Wolffsohn aber, dass er «seine Lehre an den Grundlagen des Völkerrechts» ausrichte. Er müsse seiner Verantwortung als Professor gerecht werden. Das Ansehen der Bundeswehr-Soldaten im Ausland sei nur deshalb so hoch, weil diese sich an internationales Recht hielten und die Menschenwürde achteten. Daran dürfe es auch weiterhin keinen Zweifel geben, auch nicht durch «unbedachte Äußerungen». (nz)