«In der Tat ist es meine Überzeugung, dass es besser ist, diese Probleme nicht im Land zu behalten», sagte Beckstein. «Ob nach Pakistan ein Islamist mehr kommt, verändert die Sicherheitslage dort nicht.»Allerdings sprachen die Innenpolitiker von einer recht großen Zahl von potenziellen Verdächtigen. Thomas Schäuble, Innenminister von Baden-Würtemberg, sagte, allein in seinem Bundesland habe man rund 100 Personen ausgemacht, die von einer solchen Abschiebung «betroffen sein könnten». Wenn man den Kreis auf die Personen erweitere, die führende Positionen bei verbotenen Vereinen innehaben, würden noch einmal 50 bis 100 Verdachtsfälle dazu kommen.
Laut Beckstein rechnet die Union mit bundesweit 2000 bis 3000 Personen, die als «Gefährder» eingestuft werden könnten.
Der Aufwand, diese hier zu überwachen, sei enorm, so Beckstein. Außerdem könne man trotz dieser Mühe keine lückenlose Beobachtung gewährleisten. «Verdacht und Gefahr sind verwandte Begriffe. Und jeder, der gefährlich ist, muss ausgewiesen werden», so Beckstein.
Und schließlich, so sagte einer der Innenpolitiker neben das Mikrofon, habe man das Problem ja nicht gezüchtet.