21. Mrz 2004 09:21, ergänzt 11:48
In Weiten Teilen von Nord- und Westdeutschland tobte in der Nacht zum Sonntag ein heftiger Sturm. Es kam zu mehreren schweren Verkehrsunfällen.
In der Nacht zum Sonntag tobte über weiten Teilen Deutschlands das Sturmtief «Oralie», das Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 165 Stundenkilometern erreichte. Nach Angaben der Polizei wurde in Mecklenburg-Vorpommern eine Autofahrerein schwer verletzt, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. In Coesfeld in Nordrhein-Westfalen kam es zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall, als ein Auto auf einen über die Fahrbahn gekippten Baum auffuhr. Auch in Brandenburg wurde ein Mensch durch einen umstürzenden Baum verletzt. Zudem habe es eine ganze Reihe witterungsbedingter Verkehrsunfälle gegeben, bei denen keine Menschen zu Schaden gekommen seien, so die Polizei.Der Sturm richtete außerdem Sachschäden an. In Bremerhaven riss der Orkan ein 174 Meter langes Schiff los. Dieses trieb daraufhin herrenlos im Hafen herum, prallte gegen eine Containerbrücke und riss diese aus ihrer Verankerung.
In Hamburg wurden Teile eines noch im Bau befindlichen Flughafenterminal-Gebäudes zerstört. Der Fischmarkt musste wegen Hochwassers abgesagt werden. In Bremen riss der Sturm einen Teil der Lärmschutzwand an der A27 um. Auf der Eisenbahnstrecke Bremen-Hannover musste der Zugverkehr teilweise unterbrochen werden. (nz)