19.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Motiv der Peta-Kampagne mit dem Slogan "Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi"
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Zentralrat der Juden hat eine einstweilige Verfügung gegen die Tierschützer von Peta erwirkt. Die Kampagne «Der Holocaust auf Ihrem Teller» ist gestoppt.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat gegen die Tierschutz-Organisation Peta eine einstweilige Verfügung erwirkt. Bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld drohen der Organisation, wenn sie weiterhin auf Plakaten Bilder von KZ-Häftlingen und Bilder von Tieren in Käfighaltung nebeneinander zeigt.
Bereits am Donnerstag war der Tierschützer-Organisation jede Verbreitung der Bilder, sei es auf Plakaten, Handzetteln oder im Internet, gerichtlich untersagt worden. Die direkte Gegenüberstellung von Tieren mit Opfern des nationalsozialistischen Völkermordes sei menschenverachtend und verharmlose den Holocaust, sagte ein Sprecher des Zentralrates am Freitag.
Die Tierschützer planten eine Wanderausstellung mit acht Großplakaten, die das Töten von Tieren anprangern sollten. Darauf sollten in direktem Vergleich Bilder von Menschen im KZ und Bilder von Tieren wie Hühner, Schweine oder Rinder in Käfighaltung gezeigt werden.
Die ökumenische «Aktion Sühnezeichen» hatte bereits Anfang der Woche gegen die Kampagne protestiert und eine Postkarten- und Mailaktion gestartet. (nz)