Der Schutz Deutschland bleibe trotzdem «Kernaufgabe» der Bundeswehr. Doch die Weichen für neue Aufgaben seien gestellt. Dies betreffe den Umfang der Bundeswehr, aber auch die Struktur. Es werde künftig Eingreifkräfte, Stabilisierungskräfte und Unterstützungskräfte geben.Strucks Pläne sehen vor, die Bundeswehr bis 2010 um 35.000 Mann auf 250.000 Soldaten zu reduzieren. Bei den Eingreifkräften sollen dann 35.000 Soldaten dienen.
Man müsse auch Abschied vom «Kontingentdenken» nehmen, so Struck. Die Streitkräfte würden künftig nicht mehr sechs, sondern nur noch vier Monate im Ausland stationiert.
Die Wehrpflicht müsse dafür erhalten bleiben, forderte Struck. Die Wehrpflichtigen müssten bei Einsätzen mit eingeplant werden. Die Bundeswehr müsse «die Wehrpflichtigen für sich gewinnen, nicht kaufen».
Struck lehnte zugleich Pläne der Union für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren ab. «Die Bundeswehr wird nicht Hilfskraft der Polizei werden», so Struck. Die Vorschläge seien «wenig geeignet, die Sicherheit im Land zu erhöhen».